Zusatzseiten

Sonstiges

Gesellschaft

Metamensch

Wer kennt sie nicht? Die Theorie des Metamenschen.

Kleine eigenständige Organismen schließen sich zu einem großen Superorganismus zusammen. Der Metamensch ist eine Überform des Menschen, ein Zusammenschluss aller Menschen und aller menschengebildeten Maschinen und Dingen sowie Natur. Kurz gesagt:
alle Menschen + Erde, Umwelt, Natur, Maschinen... = Metamensch.
Die nächste Evolutionsstufe des Menschen, sozusagen.

Totipotenz sei hier das Stichwort. Sie bezeichnet nämlich die Fähigkeit zur Bildung des Ganzen. Wenn man zum Beispiel Grünalgen, aka Chlamydomonas, hernimmt, hatten diese die Totipotenz sich zu Volvox zusammenzuschließen. Die einzelnen Grünalgen spezialisierten sich und konnten eigenständig nicht mehr leben. Sie sind nun sozusagen von einander abhängig.

Wichtig für die Theorie ist die Staatenbildung. Viele Tiere neigen dazu Staaten zu bilden, wie man zum Beispiel gut an den Hautflüglern sieht. Der Bienenstock wird von Imkern sogar als eigener Organismus angesehen und "Bien" genannt. Der Bien besteht ja auch nur aus vielen kleinen Individuuen, die sich zusammengeschlossen und sich spezialisiert haben. Einige Arbeiten, die Königin legt die Eier, usw.
Es geht hauptsächlich um das Wohl der Gemeinschaft bzw. des Ganzen. Dieser Altruismus ist wichtig für die Erhaltung des Metamenschen, da es übertragenen Sinnes auch nicht vorkommt, dass der Magen die Leber angreift. Damit sich der Metamensch nicht von innen selbst zerstört, darf es keine Kriege und Zerstörungen auf der Welt geben.

Der Metamensch ist der Theorie nach das neue Gebilde, welches die einzelnen Menschen erschaffen. Menschen spezialisieren sich ebenfalls, sie lernen Berufe und üben diese aus. Sie sind wie einzelne Zellen im Körper jedes einzelnen. Jede Zelle in unserem Körper hat eine bestimmte Aufgabe, durch Apoptose sterben kranke und alte Zellen für das Wohl des gesamten Organismus. Deswegen sterben auch wir, da die Zellen immer älter und die Mutationen immer mehr zunehmen. Wir werden alt und sterben, für das Wohl des Metamenschen.

Dennoch besteht der Metamensch nicht nur aus Zellen, die Menschen, sondern auch aus einem Nervensystem, das die Computer, das Internet, die Medien und alle möglichen Maschinen darstellt. Durch das Internet sind wir alle miteinander verknüpft und erhalten oder geben Informationen. Unsere Gedanken sind ebenfalls teile der Gedanken des Metamenschen. Durch Medien und Ereignisse, die sich über die Welt verbreiten, wissen alle Menschen Bescheid, denken das gleiche, reden darüber, und und und. Es wär fast so, als würde der Metamensch mit uns seine Gedanken teilen, sodass wir zur selben Zeit, das gleiche Thema in Gedanken haben.

Einige Wissenschaftler meinen, dass die Ära des Metamenschen bereits begonnen hat. Es gäbe ihn schon und wartet nur darauf, dass wir uns vollständig zusammenschließen. Ebenfalls sind sie der Meinung, dass dem Metamenschen alleine ziemlich langweilig wäre, wenn er mit der Erde um die Sonne fliegt. Somit sollte es auf anderen Planeten ebenso solche Superorganismen geben, mit denen er kommunizieren kann.

Jedoch werden wir nie herausfinden, ob es ihn wirklich gibt oder wie er aussieht, denn wissen zum Beispiel unsere Zellen, in welchem Organismus sie sind? Wissen sie wie wir aussehen? Und wenn sie denken könnten, würden sie es dennoch genauso wenig wissen. Für sie sind sie einfach nur in einer sich helfender Gemeinschaft.


Mein Fazit zu dieser Theorie ist dieses: Ich finde die Überlegung generell nicht schlecht, wenn man sich die recht guten Beispiele ansieht. Kleinere Individuen schließen sich zusammen und haben es in der Gruppe leichter, man kann sich spezialisieren. Einzeller machten dies, Hautflügler machen es, wieso sollte es der Mensch nicht auch machen? Wie wir wissen, ist Teamwork in unserer Zeit relativ wichtig geworden. Dennoch ist die Vorstellung eines Übermenschen ziemlich absurd, sie ist annähend spiritueller Art.
Somit würde ich diese Theorie in Form der Grundidee unterstützen, jedoch nicht in der Art "Es gibt den Metamenschen!1". Aber wie gesagt, es gibt Staatenbildung, es gibt diese Totipotenz und den Altruismus. Es ist schön, wenn man Parallelen zieht und Vergleiche hernimmt; jedoch sollte diese Art der Wissenschaft nicht zu religiös werden, imo.

Links zu dem Thema:
Metamensch. P.M.-Special @ freenet
Superorganismus
Totipotenz
Altruismus

PS: Diesen Artikel hab ich extra für Henne geschrieben. =D

28.2.07 01:14


Lebens- bzw. Liebeseinstellungen

Ein Gespräch mit meinen Freundinnen (B, M, M2 [x'D]) vor einigen Monaten; es hat mich schon mehrmals ins Grübeln gebracht.
Es ging darum, dass B und M sich in der Einstellung zur Liebe relativ einig sind. M2 hingegen hat in dieser Hinsicht eine Andere, welche religiösbedingt ist, aber dennoch kann ich ihre Einstellung doch besser nachvollziehen, als die von B und M.
Um die Standpunkte mal festzustellen:
B und M meinen, sie könnten nie mit jemanden zusammen sein, von dem sie nicht wüssten, wie dieser küsst bzw. weiterhin gesehen dieser im Bett ist. Ihre Meinung ist also: Schlechter Küsser (= schlecht im Bett) - Nichts für mich.
M2 wiederum vertritt die Meinung, dass sie nur mit jemanden zusammen sein kann, in den sie verliebt ist, den sie liebt, der sogar aus Liebe zu ihr auf den Sex verzichten würde bis zur Ehe. Sie muss sich 100% sicher sein und ihr Gewissen darf sich nicht negativ melden.

Diese beiden Ansichten sind die totalen Gegensätze.

Eine Frage kam mir auf, als ich besonders die Einstellung von B und M hörte: Wenn man nun total verliebt ist, den anderen auch total mag, ur gerne mit diesem auch zusammen sein möchte und dann kommt der Tag, der große Augenblick des ersten Kusses, ernüchternd, schlechter Küsser... "Mist, doch nicht so toll, wie ich dachte. Nach dem nächsten Ausschau halten."
War's das?
Meiner Meinung nach ist das eher deprimierend, bzw. nichts für mich, denn ich denke, wenn man in jemanden verliebt ist, ist man doch total aufgeregt beim ersten Kuss mit diesem. Es müsste ein totaler Hormoncocktail in einem drinnen sein. Ich könnte mir niemals vorstellen, dass ich mir beim ersten Kuss mit einem "Schwarm" dann Gedanken wie "bäh.." kommen. Wenn dies der Fall wäre, dann wäre die Verliebtheit aber schnell verschwunden. Es stimmt, ich spreche nicht aus Erfahrung, ich kann Küsse nicht in Kategorien von "schlechter Küsser" bis "wow!" einordnen, da ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe, aber dennoch müsste man 'küssen' doch lernen bzw. perfektionieren können. Was nicht passt, wird also passend gemacht, sozusagen. Außerdem, wenn man diesen 'Schwarm' dann einfach wieder abservieren würde, obwohl man vorher eindeutige Signale von sich gegeben hatte, wäre das auch nicht gerade fair, meiner Meinung nach.

Ebenso machte ich mir bei M2s Einstellung Gedanken. Ihre Version der Beziehung gefiel mir persönlich besser, auch wenn ich ihr zustimmen muss, dass es nur mehr selten Jungs gibt, die mit dem Sex bis zur Ehe warten wollen/würden. Was diesen Punkt angeht, hat sie es ziemlich schwer den "Richtigen" zu finden.
B und M konterten sogleich damit, dass sich ihr "Richtiger" dann als Flasche im Bett herausstellen könnte, und diese Erkenntnis können sie nur verhindern, indem sie es schon vor der Ehe austesten. Gegen diese 'Austestung' hab ich nichts, im Gegenteil, es ist sogar recht praktisch sich so gut es geht zu kennen, damit man sich auch sicher sein kann, dass man mit diesem Partner für längere Zeit, wenn nicht sogar für immer, zusammen sein will, denn schließlich ist der Sex ein wichtiger Barometer für eine gesunde und intakte Beziehung. Ich wiederum finde diesen Barometer jetzt nicht so wichtig, wie aufrichtige Liebe, Geborgenheit in der Beziehung, Treue und gleiche Wellenlänge vom intellektuellen Standpunkt aus, aber dennoch ein wichtiger. Ich finde aber, wenn es vom Gefühl her passt und sonst auch alles wunderbar klappt, wieso sollte man dann gerade im sexuellen Bereich seine Probleme haben? Wenn man sich liebt, dann liebt man sich, dann gibt man sich einander hin. Und ich denke, wenn man mit so viel Gefühl an die Sache rangeht, dann kann man eigentlich auch gar nichts falsch machen.

Aber angesichts der Tatsachen, wollen beide 'Gruppen' nur den "Richtigen" finden, man legt nur die Prioritäten anders. Für den einen ist Leidenschaft, heiße Küsse und gute Bettkenntnisse wichtiger, für den anderen aber eher aufrichtige Liebe, Treue und Verständnis.
Natürlich könnten wir nun Werte setzen und bestimmen was besser ist und was nicht, oder wir nehmen das Bestmögliche an:
Ein Mann, der einen versteht, aufrichtig liebt und eine treue Seele ist, wiederum hat er Feuer im Blut und weiß seine Zuneigung zu zeigen, wartet aber für den 'großen Augenblick der vollkommenen Hingabe' auf die Hochzeitsnacht.
Wunschdenken, isn't it?

Wenn ich diese Extreme begutachte, bin ich doch recht zufrieden, dass ich einen für mich geeigneten Mittelweg gefunden habe.
12.12.06 02:18


Gratis bloggen bei
myblog.de