Zusatzseiten

Sonstiges

Useless-Intron #2

Ich hab's vollbracht. Ich hab einen Design-Wechsel hinter mir. Más o menos. Ich hab einfach den alten myblog-Code umgeschrieben. Ich wollte ein anderes Design, aber weil etwas nicht klappte, hatte ich schon Kopfweh. Deswegen hab ich mich nur für einen Farbwechsel entschieden.

Headerbild (c) ich. XD Foto entstand in München im Deutschen Museum. Ist ein Bild vom Himmel in Infrarot. Hab das gleiche mit dem sichtbaren Sternenhimmel, aber ich wollte etwas Violettes, deswegen das Infrarotbild.

Egal, ich arbeite nun weiter. :A

8.2.07 06:45


Faszinationsgedanken

Ich arbeite gerade an meiner Fachbereichsarbeit über humanpathogene Viren. Ich find Viren interessant; viel interessanter als Bakterien. Vielleicht weil sie so einfach gebaut sind und trotzdem gefährliche Krankheiten auslösen können - okay, Bakterien sind auch einfach gebaut. Dann schon eher weil sie einfach ein Rätsel sind. Ich mein, sind sie Lebewesen oder nicht? Wie sind sie entstanden? Aus einem verloren gegangenen Bakterienplasmid? Sind sie nur "Abfall"? Mutierter Abfall?
Und gegen Viren hat man auch fast keine Medikamente; eben weil sie keine Lebenwesen sind und da sie unglaublich schnell mutieren und somit einige Medikamente im nächsten Jahr wieder total unnütz sind. Impfungen, die man jährlich wiederholen muss, wie z.B. die Grippeimpfung. Polioimpfungen sind wenigstens sicher, da es nur 3 Arten von Polioviren gibt, es mutiert also kaum. Zusätzlich werden Hemmer hergestellt, die virale Proteine daran hindern wollen, die Replikation einzuleiten oder fortzuführen. Aber so wirksam sind diese Hemmer doch nicht, da sie eher nur zu Beginn einer Infektion helfen. Viren vermehren sich exponentiell, kaum aufzuhalten.
Besonders faszinierend find ich die Familie der Herpesviren. Nach der Erstinfektion bleiben sie im Organismus. Ihre Genome bleiben latent in den Zellen vorhanden und können im Falle einer Immunsuppression wieder reaktiviert werden. Diese Latenz erfolgt aber nicht aufgrund einer Integration des viralen Genoms ins Wirtsgenom, z.B. wie bei den Retroviren, sondern die virale DNA schließt sich zu einem Ring zusammen und bleibt in der Zelle. Da fragte ich mich: "Ringschluss?" Ich weiß, dass der Ringschluss charakteristisch für den lysogenen Vermehrungszyklus der Viren ist, aber dennoch erinnert er mich immer wieder an das Genom der Prokaryoten.

Aber nun genug davon, ich muss weiter FBA schreiben~
8.2.07 18:11


Metamensch

Wer kennt sie nicht? Die Theorie des Metamenschen.

Kleine eigenständige Organismen schließen sich zu einem großen Superorganismus zusammen. Der Metamensch ist eine Überform des Menschen, ein Zusammenschluss aller Menschen und aller menschengebildeten Maschinen und Dingen sowie Natur. Kurz gesagt:
alle Menschen + Erde, Umwelt, Natur, Maschinen... = Metamensch.
Die nächste Evolutionsstufe des Menschen, sozusagen.

Totipotenz sei hier das Stichwort. Sie bezeichnet nämlich die Fähigkeit zur Bildung des Ganzen. Wenn man zum Beispiel Grünalgen, aka Chlamydomonas, hernimmt, hatten diese die Totipotenz sich zu Volvox zusammenzuschließen. Die einzelnen Grünalgen spezialisierten sich und konnten eigenständig nicht mehr leben. Sie sind nun sozusagen von einander abhängig.

Wichtig für die Theorie ist die Staatenbildung. Viele Tiere neigen dazu Staaten zu bilden, wie man zum Beispiel gut an den Hautflüglern sieht. Der Bienenstock wird von Imkern sogar als eigener Organismus angesehen und "Bien" genannt. Der Bien besteht ja auch nur aus vielen kleinen Individuuen, die sich zusammengeschlossen und sich spezialisiert haben. Einige Arbeiten, die Königin legt die Eier, usw.
Es geht hauptsächlich um das Wohl der Gemeinschaft bzw. des Ganzen. Dieser Altruismus ist wichtig für die Erhaltung des Metamenschen, da es übertragenen Sinnes auch nicht vorkommt, dass der Magen die Leber angreift. Damit sich der Metamensch nicht von innen selbst zerstört, darf es keine Kriege und Zerstörungen auf der Welt geben.

Der Metamensch ist der Theorie nach das neue Gebilde, welches die einzelnen Menschen erschaffen. Menschen spezialisieren sich ebenfalls, sie lernen Berufe und üben diese aus. Sie sind wie einzelne Zellen im Körper jedes einzelnen. Jede Zelle in unserem Körper hat eine bestimmte Aufgabe, durch Apoptose sterben kranke und alte Zellen für das Wohl des gesamten Organismus. Deswegen sterben auch wir, da die Zellen immer älter und die Mutationen immer mehr zunehmen. Wir werden alt und sterben, für das Wohl des Metamenschen.

Dennoch besteht der Metamensch nicht nur aus Zellen, die Menschen, sondern auch aus einem Nervensystem, das die Computer, das Internet, die Medien und alle möglichen Maschinen darstellt. Durch das Internet sind wir alle miteinander verknüpft und erhalten oder geben Informationen. Unsere Gedanken sind ebenfalls teile der Gedanken des Metamenschen. Durch Medien und Ereignisse, die sich über die Welt verbreiten, wissen alle Menschen Bescheid, denken das gleiche, reden darüber, und und und. Es wär fast so, als würde der Metamensch mit uns seine Gedanken teilen, sodass wir zur selben Zeit, das gleiche Thema in Gedanken haben.

Einige Wissenschaftler meinen, dass die Ära des Metamenschen bereits begonnen hat. Es gäbe ihn schon und wartet nur darauf, dass wir uns vollständig zusammenschließen. Ebenfalls sind sie der Meinung, dass dem Metamenschen alleine ziemlich langweilig wäre, wenn er mit der Erde um die Sonne fliegt. Somit sollte es auf anderen Planeten ebenso solche Superorganismen geben, mit denen er kommunizieren kann.

Jedoch werden wir nie herausfinden, ob es ihn wirklich gibt oder wie er aussieht, denn wissen zum Beispiel unsere Zellen, in welchem Organismus sie sind? Wissen sie wie wir aussehen? Und wenn sie denken könnten, würden sie es dennoch genauso wenig wissen. Für sie sind sie einfach nur in einer sich helfender Gemeinschaft.


Mein Fazit zu dieser Theorie ist dieses: Ich finde die Überlegung generell nicht schlecht, wenn man sich die recht guten Beispiele ansieht. Kleinere Individuen schließen sich zusammen und haben es in der Gruppe leichter, man kann sich spezialisieren. Einzeller machten dies, Hautflügler machen es, wieso sollte es der Mensch nicht auch machen? Wie wir wissen, ist Teamwork in unserer Zeit relativ wichtig geworden. Dennoch ist die Vorstellung eines Übermenschen ziemlich absurd, sie ist annähend spiritueller Art.
Somit würde ich diese Theorie in Form der Grundidee unterstützen, jedoch nicht in der Art "Es gibt den Metamenschen!1". Aber wie gesagt, es gibt Staatenbildung, es gibt diese Totipotenz und den Altruismus. Es ist schön, wenn man Parallelen zieht und Vergleiche hernimmt; jedoch sollte diese Art der Wissenschaft nicht zu religiös werden, imo.

Links zu dem Thema:
Metamensch. P.M.-Special @ freenet
Superorganismus
Totipotenz
Altruismus

PS: Diesen Artikel hab ich extra für Henne geschrieben. =D

28.2.07 01:14


Gratis bloggen bei
myblog.de